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  Arbeitsbericht
 
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Bericht über den Verlauf des P-Seminars „Physik und Musik - akustische Phänomene“ und die dabei erworbenen Kompetenzen

 

Allgemein unterscheidet man zwischen zwei Bereichen eines P-Seminars, auch wenn sie zum Teil konzeptionell verschränkt sind: Die allgemeine Studien- und Berufsorientierung sowie die spezielle Projektarbeit.

Zunächst ist auf die allgemeine Studien- und Berufsorientierung einzugehen. Durch Internetrecherchen und Präsentationen über den Wunschberuf, Universitätsbesuche (z.B. Uni Regensburg) und die Berufsberatung bei Frau Maki erhalten die Kursteilnehmer Informationen über Berufsbilder und Berufe: Sie erwerben Kenntnisse über die erforderlichen Kompetenzen (z.B. Konzentrationsfähigkeit, exaktes Arbeiten), Handlungsfelder, Arbeitsbedingungen und Verdienstmöglichkeiten.

Außerdem wird das Wissen über Wege in die Arbeits- und Berufswelt, insbesondere durch die Vorträge von Vertretern der bayerischen Hochschulen, erweitert bzw. vertieft:

Es werden Studiengänge (s. Vortrag der TU München und FH Rosenheim), duale Ausbildungsgänge (s. Vortrag von Studenten des Berufsbildungswerkes Burghausen) und Ausbildungsberufe sowie die Zugangsvoraussetzungen (z.B. Abiturdurchschnitt), Auswahlverfahren (z.B. Einstellungstests) und Abschlüsse (z.B. Bachelor of Science) vorgestellt.

 

 

Überdies wird ein Bewerbungstraining durchgeführt, in dessen Rahmen die Kursteilnehmer lernen, wie man eine Bewerbungsmappe (Anschreiben, Lebenslauf, Praktikumsbestätigungen) erstellt, und wobei sie daraufhin eine eigene anfertigen. Ergänzt wird dies durch einen Workshop „Assessmentcenter“, der von einer Vertreterin der AOK geleitet wird.

 

 

Des Weiteren müssen Veranstaltungen zur Ausbildungs- und Berufsinformation, die über die Seminartreffen hinaus von den Schülern besucht werden, dokumentiert werden (Teilnahmebestätigung!), ebenso wie Recherchen über Studien- und Ausbildungsangebote.

 

 

Projektbezogen wird in dieser Phase auch eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Miraphone in Waldkraiburg durchgeführt, wofür die Teilnehmer im Vorfeld einen Fragenkatalog ausarbeiten.

 

 

Somit entwickeln die Schüler die Fähigkeit zur zielgerichteten Nutzung von Informationsquellen zur Studien- und Berufswahl sowie die Fähigkeit zur Selbst- und Fremdeinschätzung (bzgl. des Persönlichkeits- und Studien-/Berufprofils, darunter die Erkennung der eigenen Stärken und Schwächen).

 

 

Insgesamt beschäftigen sich die Seminarteilnehmer sehr intensiv mit der Studien- und Berufswahl, wodurch unter anderem auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Studien- und Berufswahl als eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben geschaffen wird.

 

 

Nun wird die anwendungsbezogene Projektarbeit im Team, worunter man die „Bewältigung eines Projektauftrags in selbstständiger [Teamarbeit] innerhalb einer vorgegebenen Zeit“ (3 Semester) versteht, thematisiert.

In den ersten Sitzungen werden in einer gemeinsamen Diskussion der Projektauftrag festgelegt, Überlegungen dazu angestellt, wie man an diesen herangeht, Projektideen entwickelt und erste Recherchen dazu durchgeführt. Daraus erwachsen Vorschläge für mehrere Themen, mit denen man sich im Rahmen des P-Seminars beschäftigen könnte.

In unserer Gruppe bilden sich nach einer Entwicklungsphase, in deren Verlauf das Projekt „Bau von Gemüse-Instrumenten“ nach kurzer Zeit als ungeeignet verworfen wird, zwei Teams heraus: Das eine entscheidet sich für das Projekt „Bau von Recycled-Percussion-Instrumenten“ , das andere für das Thema „Sounddesign im Fahrzeugbau“.

Nun beginnt die Projektdefinition und -planung: Die einzelnen Arbeitsgruppen setzen zunächst ihre Ziele fest, erschließen sich Meilensteine zum Erreichen dieser und klären die Ressourcen, d.h. sie erstellen einen Plan zur Arbeitszeiteinteilung mit verbindlichen Terminen für Zwischen- und Endergebnisse. Des Weiteren überlegen sie sich Möglichkeiten zur finanziellen Bewältigung, falls dies notwendig ist, und recherchieren insbesondere im Internet nach geeigneten Partnern, beispielsweise Firmen, die sie bei der Projektarbeit unterstützen könnten. Die Kontaktaufnahme zu und die Kooperation mit externen Partnern sind schließlich ein wesentlicher Aspekt des P-Seminar, denn dadurch gewinnen die Schüler einen intensiven und realitätsnahen Einblick in die Berufs- und Arbeitswelt und erhalten außerdem Informationen und Tipps zur Durchführung des Projekts.

Die nun erarbeiteten Konzepte werden in einer Seminarsitzung der jeweils anderen Gruppe sowie dem Projektleiter vorgestellt, um Feedback bzw. Verbesserungsvorschläge zu erhalten.

 

 

Nachdem die Konzepte nochmals überarbeitet worden sind, werden die formulierten Aufgaben innerhalb der Teams unter den Mitgliedern aufgeteilt, die nun ihre eigenen Arbeitsschritte genauer analysieren und dokumentieren. Daraufhin beginnt die eigenständige Teamarbeitsphase, während dieser sich die Teilnehmer selbständig notwendige Informationen beschaffen und sich damit beschäftigen, ihre Aufträge zu erfüllen, gleichzeitig aber mit den Teampartner kooperieren müssen. Diese Phase erfordert zum Einen Sach-, Fach- und Methodenkompetenzen, um eine systematische und zielgerichtete Durchführung des Projektes zu gewährleisten. Zum Anderen sind aber auch die Entfaltung von Sozialkompetenz, wozu die überfachlichen Kommunikations- und Kooperationskompetenzen (z.B. gegenseitige Toleranz, Aufnahme und Weiterführung von Ideen der anderen Teammitglieder) gehören, und Selbstkompetenzen (v.a. Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Selbstständigkeit und Fähigkeit zur Selbstkritik) gefragt. Außerdem muss sich ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass jeder Schüler Verantwortung für das Gesamtergebnis übernimmt.

 

 

Bei regelmäßigen Treffen der Arbeitsgruppen mit der Lehrkraft, Frau Bernauer,  werden die Zwischenergebnisse präsentiert, wobei auch hier das jeweilige andere Team diese kritisch beurteilen und evtl. weitere Vorschläge angeben sollte. Der Seminarleiter beobachtet und bewertet bei solchen Sitzungen nicht nur die Vorgehensweise und den Arbeitsfortschritt der einzelnen Teams bzw. Teilnehmer sowie die Einbringung von neuen Ideen, sondern fungiert, wie über das ganze Seminar hinweg, als Moderator/Couch und Berater.

 

 

Darüber hinaus ist jeder Kursteilnehmer dazu verpflichtet, eine gut strukturierte Portfolio-Mappe zu erstellen, um einen Überblick über das gesamte P-Seminar zu erhalten, die Ergebnisse und Erfahrungen daraus sich nochmals vor Augen zu führen und somit zu einem Fazit bezüglich Zielerreichung und erworbene Kompetenzen zu kommen.

Außerdem stellt diese Mappe die Grundlage bzw. eine Stütze beim Einzel-Abschlussgespräch des P-Seminars dar.

 

 

Meiner Meinung nach ist das neu eingerichtete P-Seminar eine ideale Vorbereitung auf Studium und Beruf, da die Schüler zum Einen bei der Studien- und Berufsorientierung unterstützt werden, zum Anderen sich die Teilnehmer erforderliche Kompetenzen für Projektarbeit im Team aneignen, Einblick in die berufliche Praxis gewinnen und Kontakte zur Arbeitswelt herstellen.

 
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